meetergo Connect: Netzwerk-Anforderungen (für die IT-Abteilung)
Domains und Ports, die Firewall oder Proxy freigeben müssen, damit meetergo Connect Videoanrufe im Firmennetzwerk zuverlässig funktionieren
Wenn Videoanrufe mit meetergo Connect in deinem Firmennetzwerk fehlschlagen, aber über das Handy oder zu Hause funktionieren, blockiert sehr wahrscheinlich die Firewall oder der Web-Proxy einen Teil der Verbindung. Diese Seite listet genau auf, was freigegeben werden muss. Du kannst sie direkt an deine IT-Abteilung weiterleiten.
Was freigegeben werden muss
Erforderlich: Mit diesen zwei Regeln funktionieren Anrufe:
| Ziel | Protokoll / Port | Zweck |
|---|---|---|
connect.erg.ooo | TCP 443 (WSS) | Signalisierung (WebSocket) |
connect-turn.meetergo.com | TCP 443 (TURN über TLS) | Medien-Relay als Fallback |
Empfohlen für beste Qualität: Medien laufen dann direkt statt über das TLS-Relay:
| Ziel | Protokoll / Port | Zweck |
|---|---|---|
connect-turn.meetergo.com | UDP 3478 | Direkte Video/Audio-Übertragung |
connect-turn.meetergo.com | TCP 7881 | Medien-Fallback, wenn UDP blockiert ist |
Die App selbst läuft auf my.meetergo.com und api.meetergo.com (gewöhnliches HTTPS, TCP 443).
Direkte Medien (UDP 3478 / TCP 7881) gehen an die IP-Adresse, zu der connect-turn.meetergo.com auflöst, nicht an den Hostnamen. Unterstützt eure Firewall FQDN-Regeln, nutzt den Hostnamen. Andernfalls gebt die aufgelöste IP frei, und löst sie im Zweifel neu auf, statt sie fest zu verdrahten. Die Adresse kann sich bei Wartungsarbeiten ändern.
Die beiden erforderlichen Einträge auf Port 443 sind kein gewöhnliches HTTPS. Die Signalisierung ist eine WebSocket-Verbindung, das Relay nutzt TURN über TLS. TLS-inspizierende Proxys müssen connect.erg.ooo und connect-turn.meetergo.com von der Inspektion ausnehmen. Ein Proxy, der diese Verbindungen aufbricht, verhindert Anrufe, obwohl Port 443 offen ist.
So funktionieren die Fallbacks
meetergo Connect versucht zuerst den besten Weg und weicht automatisch aus:
- UDP 3478 direkt zum Medienserver. Das ist der Standard-Port für Echtzeitmedien (derselbe, den auch Microsoft Teams nutzt). Diese Freigabe liefert die beste Gesprächsqualität.
- TCP 7881, falls UDP blockiert ist.
- TURN über TLS auf Port 443 als letzter Ausweg. Damit funktionieren Anrufe auch in Netzwerken, die nur ausgehendes HTTPS erlauben. Die Qualität kann aber sinken, weil TCP für Echtzeitmedien nicht ideal ist.
Funktioniert keiner dieser Wege, können Teilnehmende gar nicht mit Video beitreten. Das deutet in der Regel auf einen TLS-inspizierenden Proxy (siehe oben) oder einen VPN-Client hin, der die Medienpakete verwirft.
Schnelltest
Öffne deinen Meeting-Link im betroffenen Netzwerk. Der Beitritts-Bildschirm führt im Hintergrund einen Verbindungstest durch und warnt dich, wenn dein Netzwerk Videoanrufe blockiert. Als Gegenprobe: Tritt einmal über einen mobilen Hotspot bei. Klappt es dort, aber nicht im Firmennetzwerk, liegt es an Firewall oder Proxy.
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